Worauf Sie Beim Rasen Pflegen Achten Müssen

Ein satter grüner Rasen, frei von Unkraut und kahlen Stellen. Der Traum vieler Gärtner. Doch die Realität in vielen Gärten sieht leider anders aus.

Denn nur wer seinen Rasen regelmäßig pflegt und einige wichtige Hinweise beachtet, der wird auch ein zufriedenstellendes Resultat erreichen und langfristig Freude an seinem Garten haben.

1. Benutzen Sie Ihren Rasenmäher für die Rasenpflege

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Rasen pflegen für eine schöne Rasefläche (c) neurolle – Rolf / pixelio.de

Mit dem ersten Mäheinsatz im März oder spätestens im April beginnt das Rasen pflegen. Dabei ist es wichtig, nur die Grasspitzen abzuschneiden. Beim zweiten Mäheinsatz können Sie Ihre Rasenfläche bereits auf ca. 4 cm kürzen. Zierrasen sogar auf etwa 3 cm. Ihren Rasenmäher sollten Sie daraufhin am besten einmal in der Woche benutzen. Durch das regelmäßige Mähen wird der Rasen strapazierfähiger und dichter. Wer jedoch einen Zierrasen im Garten hat, der wird mindestens zweimal die Woche zur Tat schreiten müssen.

Auf der technischen Seite sollten Sie auch Ihren Rasenmäher gut pflegen und für scharfe Klingen sorgen. Ansonsten können Rasensamen beim Mähvorgang herausgerissen werden. Dadurch entstehen unschöne Löcher in Ihrer Rasenfläche, die sich so schnell nicht beheben lassen.

2. Geben Sie Ihrem Rasen Genug zu Trinken

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Rasen pflegen mit dem Rasenmäher (c) rudolf ortner / pixelio.de

Abhängig von den äußeren Bedingungen müssen Sie mal mehr und mal weniger zusätzlich bewässern. Denn zum Rasen pflegen gehört auch eine ausreichende Bewässerung. Diese verhindert, dass Ihre Rasenflächen austrocknen und sich gelbe Stellen bilden. Die Bewässerung sollte jedoch nicht in zu kurzen Abständen erfolgen, da sich ansonsten vermehrt Wurzeln nahe der Oberfläche bilden, wodurch der Rasen anfälliger für Trockenperioden wird.

Stellen Sie Ihren Sprenger daher, abhängig vom Wetter, alle 4-7 Tage für ca. 20 Minuten an einer Stelle auf. Natürlich können Sie Ihren Rasen auch per Hand bewässern. Allerdings kann dies bei größeren Flächen sehr schnell sehr anstrengend und zeitraubend werden. Egal wie Sie es machen, vermeiden Sie dabei auf jeden Fall die Bewässerung in der Mittagssonne. Denn dadurch entsteht der allgemein bekannte Brennglas-Effekt, sodass Ihr Rasen unter Umständen verbrennen kann. Ähnlich wie sich viele beim Baden einen Sonnenbrand durch die Spieglung zuziehen.

3. Achten Sie auf eine Ausgewogene Ernährung

Ihr Rasen braucht Nährstoffe, um gesund zu bleiben und wachsen zu können. Für die optimale Rasenpflege sollten Sie daher im April das erste Mal den Rasen düngen. Die zweite Fütterung führen Sie dann am besten im Spätsommer durch. Beim Düngen empfiehlt es sich einen Streuwagen zu benutzen. So verteilen Sie das Düngemittel gleichzeitig auf die gesamte Fläche und vermeiden eine Überdüngung. Achten Sie daher auch auf die Empfehlungen der Hersteller. Denn auch die unverzichtbaren Nährstoffe können in einer zu hohen Konzentration Schaden anrichten. Da Sie den Rasen pflegen und nicht töten möchten, gilt es in diesem Punkt also etwas Vorsicht walten zu lassen.

Auch für das Düngen ist pralle Mittagssonne kein guter Zeitpunkt. Ideal wäre ein bewölkter Tag mit Aussicht auf Regen. Durch das Wasser werden die Nährstoffe in den Boden geschwemmt und von diesem aufgenommen. Falls der Regen ausbleibt, dann müssen Sie diesen Part übernehmen und den Rasen ordentlich bewässern.

Der Dünger hilft dabei die Rasenfläche vor lästigem Unkraut zu schützen. Allerdings kann es durch andere Faktoren, wie z.B. Schatten von hohen Bäumen, immer noch zu einer Unkrautbildung kommen. Beobachten Sie die Entwicklung Ihres Rasens intensiv, damit Sie auf mögliche Fehlentwicklungen schnell mit dem passenden Unkrautvernichter reagieren können.

4. Lassen Sie Ihren Rasen atmen

Ihr Rasen produziert nicht nur Sauerstoff für Sie, er braucht auch selber Luft zum Atmen. Mit der Zeit erschweren jedoch Blätterreste sowie weitere biologische Abfälle den Prozess der Atmung und der Nährstoffaufnahme.

Um dies zu verhindern müssen Sie die Rasenfläche regelmäßig vertikulieren oder lüften. Beim Lüften wird die Schicht über dem Rasen lediglich weggeblasen. Dieser Vorgang ist sehr pfleglich und kann daher das ganze Jahr über durchgeführt werden. Beim Vertikulieren wird dagegen der Boden durchkämmt und der Rasenfilz wird mit senkrecht stehenden Messern rausgezogen.

Das Vertikulieren sollten Sie am besten nach dem ersten Mähen und vor dem ersten Düngen durchführen. Vor dem zweiten Düngen im Spätsommer wiederholen Sie diese Prozedur dann. Nach allen anderen Mähvorgängen empfiehlt sich aber das schonende Lüften.

5. Gehen Sie auch auf Extrawünsche ein

Beim Vertikulieren kann es passieren, dass kahle Stellen sichtbar werden. Besonders nach dem ersten Mähvorgang im Frühjahr. In diesem Fall müssen Sie natürlich an den entsprechenden Stellen nachsäen. Andernfalls macht sich dort das ungeliebte Unkraut breit.

Ansonsten gilt immer der Ansatz, den Garten im Blick zu behalten, um auf ungewollte Veränderungen schnell und effektiv reagieren zu können. Hören Sie auf Ihren Rasen und behandeln Sie ihn pfleglich, dann wird er für Sie auch in einem satten Grün strahlen. Den Rasen pflegen kann jeder, auf das wie kommt es an!

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